
Die tägliche Reinigung entfernt den Schmutz von heute. Was sich über Monate in Poren, Fugen und alten Pflegeschichten festsetzt, bleibt. Dann hilft nur noch eine Grundreinigung. Hier erfahren Sie, woran Sie den richtigen Zeitpunkt erkennen und worauf es bei der Ausführung ankommt.
Kurz gesagt
- Grundreinigung entfernt festsitzenden Schmutz und alte Pflegeschichten
- Der Bodenbelag bestimmt Reinigungsmittel und Verfahren
- Immer zuerst an einer Probefläche testen
- Nach der Reinigung braucht der Boden Zeit zum Trocknen und oft eine neue Pflege
Unterhaltsreinigung oder Grundreinigung?
Die Unterhaltsreinigung hält Flächen im Alltag sauber. Mit der Zeit bauen sich trotzdem Rückstände auf: alte Pflegemittel, Reinigerreste und Schmutz, der in die Oberfläche gewandert ist. Die Grundreinigung löst diese Schichten maschinell und bringt den Belag zurück in einen Zustand, in dem die normale Reinigung wieder wirkt.
Diese Anzeichen sprechen für eine Grundreinigung
- Ein grauer Schleier, der nach dem Wischen bleibt
- Sichtbare Laufstraßen in Fluren und vor Türen
- Dunkle Ränder an Wänden, Sockelleisten und Möbelfüßen
- Klebrige oder stumpfe Stellen trotz regelmäßiger Reinigung
- Verfärbte Fugen in Fliesenbereichen
- Ein Mieter- oder Nutzerwechsel steht an
Der Bodenbelag entscheidet über das Verfahren
Ein Mittel für alle Böden gibt es nicht. Was einen Belag sauber macht, kann einen anderen dauerhaft schädigen:
- Linoleum ist empfindlich gegen stark alkalische Reiniger und gegen zu viel Nässe. Hier sind materialgerechte Mittel und wenig Wasser gefragt.
- PVC und Vinyl vertragen eine maschinelle Grundreinigung gut. Danach ist meist eine neue Einpflege sinnvoll, damit der Belag geschützt ist.
- Kalkhaltiger Naturstein wie Marmor oder Kalkstein verträgt keine sauren Reiniger. Säure greift die Oberfläche an und macht sie stumpf.
- Fliesen und Feinsteinzeug sind robust. Die Arbeit steckt hier in den Fugen, die maschinell oder von Hand gereinigt werden.
- Parkett und Holz vertragen wenig Wasser. Die Grundreinigung richtet sich nach der Oberfläche, also geölt, gewachst oder versiegelt.
Fragen Sie im Zweifel nach den Pflegehinweisen des Herstellers. Ein seriöser Reinigungsbetrieb testet das Verfahren immer zuerst an einer unauffälligen Probefläche.
So läuft eine Grundreinigung ab
- Möbel und bewegliche Gegenstände aus dem Arbeitsbereich räumen
- Losen Schmutz kehren oder saugen
- Reinigungslösung passend zum Belag auftragen und einwirken lassen
- Den Boden maschinell schrubben, Ecken und Kanten von Hand nacharbeiten
- Die Schmutzflotte vollständig aufnehmen
- Mit klarem Wasser nachwischen, damit keine Rückstände bleiben
- Trocknen lassen und bei Bedarf neu einpflegen
Tipp: Den richtigen Zeitpunkt wählen
Eine Grundreinigung braucht freie Flächen und Zeit zum Trocknen. Ideal sind Betriebsferien, Wochenenden oder die Zeit zwischen Auszug und Neuvermietung. Planen Sie bei einer Einpflege zusätzliche Trocknungszeit ein, bevor die Fläche wieder begangen oder möbliert wird. Bis dahin ist der Boden rutschig und sollte abgesperrt sein.
Tipp: Nach der Grundreinigung richtig weitermachen
Damit das Ergebnis lange hält, muss die Unterhaltsreinigung zum Belag passen. Das heißt: geeignete Mittel, richtig dosiert, und eine Sauberlaufzone am Eingang. Wie oft eine Grundreinigung nötig ist, hängt von der Nutzung ab. Stark begangene Eingangsbereiche brauchen sie häufiger als ruhige Büroflächen.
Was Sie für ein Angebot angeben sollten
- Fläche und Bodenbelag je Raum
- Zustand: leicht, stark oder sehr stark verschmutzt
- Ob die Räume leer, teilweise oder voll möbliert sind
- Gewünschter Termin und Zugang
- Ob nach der Reinigung neu eingepflegt werden soll
Sie möchten Ihren Boden grundreinigen lassen? Beschreiben Sie Fläche, Belag und Zustand, wir prüfen das passende Verfahren und melden uns mit einem Angebot.
